Frankfurt am Main | 13. – 20. Oktober 2024

KI. Euphorie und Angst. Wie vertretbar ist der Einsatz von KI in Film und Bewegtbild? Ein Überblick über die wichtigsten derzeitigen Diskussionsfelder. Teil 1

Wir empfehlen Ihnen den Besuch der weiterführenden Veranstaltung zu diesem Thema am Montag, den 16. Oktober 2023 um 10 Uhr in der Astor Film Lounge.

Die Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

Aber selbst, wenn einige Experten das zerstörerische Potential der KI mit dem einer Atombombe vergleichen oder die KI in 6 Stunden 40.000 potenziell tödliche chemische Wirkstoffe entwerfen kann. Abgesehen von den apokalyptischen Szenarien, die durch die KI hergerufen werden könnten, stellt sich die Frage was die KI noch kann und wie man sie sich sinnvoll zu nutze macht. Was kann das nun für den Einsatz von KI im Film und Bewegtbild bedeuten?

Die Rolle der KI hat sich in diesen Bereichen in den letzten Jahren dramatisch weiterentwickelt. Heute sind KI-gestützte Tools und Technologien integraler Bestandteil der Filmproduktion und Postproduktion. Durch sie kann alles von der Drehbucherstellung bis hin zur Farbkorrektur und dem Sounddesign automatisieren werden. Aber während möglicherweise diese Fortschritte die Effizienz steigern könnten, werfen sie auch wichtige ethische Fragen auf.

Diese Fragen und Bedenken betreffen vor allem die durch die KI entstandene Bedrohung von Arbeitsplätzen, von kreativer Integrität, Originalität und Autorenschaft. Hinzu kommen Fragen im Zusammenhang mit Datenschutz und Sicherheit sowie die Notwendigkeit von Transparenz in KI-Algorithmen und deren politisch-rechtliche Regulierung.

Auch das Potenzial von KI, schädliche Stereotypen und Vorurteile aus ihren Trainingsdaten zu perpetuieren und damit möglicherweise oft unbemerkt diskriminierende Inhalte zu generieren, wird Thema dieser Diskussionsrunde sein. Wenn ein Film, der mit Hilfe von KI produziert wurde, rechtliche oder ethische Grenzen überschreitet - zum Beispiel durch die Verbreitung von Hassrede oder die Schaffung von irreführenden Deepfakes - wer ist dann verantwortlich? Ist es der Entwickler der KI? Der Filmemacher, der die KI verwendet hat? Oder die KI selbst? Die Panelteilnehmer werden solche und ähnliche Fragen aus den verschiedensten Perspektiven beleuchten und diskutieren.

Sonntag, 15/10/2023

13:30 – 15:00 Uhr


Johannes Grenzfurthner (Moderation)

Johannes Grenzfurthner ist ein mehrfach ausgezeichneter Künstler, Filmemacher, Autor und Performer. Mit seiner Kunst manipuliert er Menschen so, dass sie positiv auf seine Lügen und erfundenen Realitäten reagieren. Er ist der Gründer und künstlerische Leiter von monochrom, einem international … Weiterlesen

Daniel Chávez Heras

Daniel hat sich auf die computergestützte Produktion und Analyse von visueller Kultur spezialisiert. Seine Forschung kombiniert kritische Rahmenwerke in der Geschichte und Theorie des Kinos, des Fernsehens und der Fotografie mit fortgeschrittener technischer Praxis im kreativen und … Weiterlesen

Evond (MEDIAH) Blake

Evond Blake (auch bekannt als MEDIAH) ist ein multidisziplinärer Künstler aus Kanada, der zeitgenössische Graffiti/Street Art mit malerischer Technik und digitalen Medien verbindet um großformatige, immersive cineastische Landschaften zu erschaffen. Stark beeinflusst von Luftfahrttechnik, … Weiterlesen

Jeppe Lange

Jeppe Lange ist Experimentalfilmer und Autor. Seit 2019 arbeitet er mit Künstlicher Intelligenz. Diese dient ihm einerseits als Werkzeug beim Filmemachen, aber auch als Forschungsobjekt. Für dänische Zeitungen hat er Artikel über die KI geschrieben. Momentan schreibt er einen Roman über Fotografie … Weiterlesen

Hidéo Snes

Man sagt, Hidéo Snes sei fremdartig, anders. Eine Kreatur, die so derangiert, seltsam und verdreht ist, dass ihre Präsenz in ständigem Wandel begriffen ist. Ein alter Gott mit Tentakeln, eine vielbrüstiger Weltraumdrachen, ein vielgesichtiges, teuflisches Biest. Hidéo Snes ist nicht eins, sondern … Weiterlesen

Eric Drass

(Künstler, Vereinigtes Königreich)